Junghelferschulung 2010

Ab auf den Zeltplatz !!!

Eine JunghelferInnenschulung in Blomberg auf dem Zeltplatz ist etwas ganz Besonderes. Das fanden auch die JunghelferInnen am letzten Wochenende. Die Hinfahrt war zwar etwas länger als normalerweise, aber es lohnt sich. Die Zeit, die wir nicht mit Orga verbrachten, beschäftigten wir uns mit dem Thema Drogen und Alkohol. Es machte allen viel Spaß und wir lernten viel über die verschiedensten Arten von Drogen, wo sie herkommen, wie sie wirken, welche Folgeschäden man davontragen kann und welche Risiken es gibt. Am Samstagnachmittag versuchten wir uns an sogenannten „Nagelbildern“, die man mit Nägeln und Wolle herstellt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Auch das Spielen mit dem Schwungtuch machte allen Spaß. Das besondere an dieser Schulung war natürlich, dass wir unser Frühstück, Mittagessen und Abendessen selbst vorbereiten mussten. Dafür durften wir aber auch selbst entscheiden was es gibt, sodass wir am Samstag einen leckeren Braten verspeist haben. Am Sonntag fingen wir schon mit leichter Zeltlagervorbereitung an. Die Vorfreude ist bei allen sehr groß.

 

 

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Was bisher geschah:

Beginn der neuen Junghelferschulung

Am Samstag den 02.10.10 trafen sich zehn Jugendliche im Alter von dreizehn und vierzehn Jahren zu ihrer ersten Junghelferschulung im Falkentreff. Nach einem gemeinsamen Frühstück und der Klärung organisatorischer Sachen wie der Schulungsstruktur lernten die Jugendlichen einige Falkengrundsätze wie die folgenden kennen:

Falken bekämpfen ihre Vorurteile und sind bemüht, sich eine eigene und klare Meinung zu bilden.

Falken erfüllen die Aufgaben, die ihre Gemeinschaft an sie stellt. Falken sind keine Drückeberger!

Falken achten die Arbeit anderer Menschen.

Die Grundsätze hingen im gesamten Haus verteilt und waren mit wesentlichen Jahreszahlen der Falken- und Löwensteiner-Geschichte nummeriert.

Während die zukünftigen Junghelfer ein rohes Ei mit Strohhalmen und Klebeband so zu schützen versuchten, dass es einen Sturz aus dem ersten Stock übersteht, bereiteten Rosi, Tanja und Svenja das Mittagessen vor (Danke!).

Nachmittags wurden Eigenschaften, die ein Junghelfer haben sollte, erarbeitet und die Wünsche der Jugendlichen an diese Schulungsreihe abgefragt.

Über den ganzen Tag verteilt lernten sie verschiedene Spiele kennen, die vorrangig der Gruppenbildung dienten. Gemeinsam überstiegen sie ein Seil und überquerten einen Krokodilsteich.

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Junghelfer auf ihrer ersten Wochenendschulung

Vom 19. bis 21.11.2010 machten acht Jungs und zwei Mädchen die Jugendbildungsstätte Forsthaus Hasenacker in Sonsbeck unsicher. Fernab von jeglichen stabilen Handynetzen übten wir das Anleiten von Spielen, was sich in mancher Situation als gar nicht so einfach herausstellen sollte. Denn zum Erklären mussten die richtigen Worte gefunden und auch das notwendige Material musste beschaffen werden. Nach dem Ausprobieren der Spiele setzen wir uns mit dem politischen System Deutschlands auseinander, in dem sich die zukünftigen Junghelfer mit der Methode des Gruppenpuzzles Wissen zu den Themen Wahlen, Gesetzgebung und Parteien aneigneten. Das war sicherlich für den einen oder anderen eine große Herausforderung. Letztendlich sollte dieser Teil der Schulung einen Beitrag zum Verständnis der Zeltlagerdemokratie leisten.

Nach einem Härtetest für die Bestuhlung unseres Seminarraums (wir spielen eine Variante von Reise nach Jerusalem) waren die Jugendlichen auf sich alleine gestellt, denn sie sollten als Team Daten zur Falkengeschichte den richtigen Ereignissen zuordnen.

Die Schulung klang in einer „Neigungsgruppenzeit“ aus. Während die einen anfingen, eine Spielekartei zu tippen, bastelten die anderen Stiftedosen aus Moosgummi.

Zuletzt soll erwähnt werden, dass uns am Samstag ein Kamerateam filmte und interviewte. Dieser Film ist ein Teil eines Projekts zur Kulturhauptstadt 2010. Wann die 10-minütige Sendung rund um den Hasenacker ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt.

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Linda und Sahdia erzählen von der Junghelferschulung vom 7. bis 9. Januar 2011:

„Am Freitag kamen wir gegen sieben Uhr an der Jugendherberge Ratingen an. Wir gingen erst in den Aufenthaltsraum, um die Schlüssel für unsere Zimmer von Thomas zu bekommen. Danach stürzten wir, die neuen Junghelfer, aufs Abendessen.

Nach dem Kampf mit dem grünen Rührei, räumten wir unsere Zimmer ein. Dann haben wir uns im Aufenthaltsraum zur Planung der nächsten Tage getroffen. Als wir fertig waren spielten wir bis in die Nacht Gesellschaftsspiele.

Die zukünftigen Junghelfer kamen morgens nach einer langen Nacht müde und fast pünktlich zum Frühstück. Nach einer kleinen Pause begangen wir mit der Schulung.

Gegen Nachmittag bastelten wir mit Holz Geschicklichkeitsspiele. Aber manche malten auch mit einem Brennpeter auf ein Stück Holz ihren Namen.

Am nächsten Tag kamen zum Frühstück fast alle zu spät. Mit einer kleinen Stärkung im Magen begann die Schulung mit mehreren Rollenspielen.

Dann gings auch schon zur unserer letzten Mahlzeit auf dieser Helferschulung…“

Da an dieser Stelle der Laptop-Akku sich dem allgemeinen Erschöpfungszustand anpasste, im Folgenden kurz und knapp der erwähnenswerte Rest.

Am Samstagvormittag diskutierten wir über Aussagen wie „Fußball sollte abgeschafft werden“, „Kinder sollte Autofahren dürfen“ und nicht zu vergessen „Mädchen sind klüger als Jungs“.

Bevor dann mit Holz gebastelt wurde, planten die Jugendlichen in drei Gruppen einen möglichen Zeltlagernachmittag und hatten die Möglichkeit in der danach folgenden Vorstellung der Ergebnisse erneut das Anleiten von Spielen und anderen Aktivitäten zu üben. Vor dem Abendessen machten wir uns noch Gedanken über unsere ganz persönlichen Stärken und Schwächen und kämpften uns vor dem offiziellen zu Bett gehen durch den Dschungel der Pädagogik – einer Geschichte zu rechtlichen Verpflichtungen im Zeltlager.

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Und da waren es schon vier…

Vom 18. bis 20. März 2011 begaben sich nun schon zum vierten Mal elf Jugendliche zur Junghelferschulung. Dieses Mal fuhren wir zum Schrecken unseres RWO-Fans quer durch Essen nach Velbert.

Wir beschäftigten uns mit unserem Jahresmotto

„Beste Bildung! Gleiche Chancen! Unsere Brücke in die Zukunft.“,

in dem in kleinen Gruppen erarbeitet wurde, was überhaupt Bildung, Bildungswesen, Bildungspolitik, Chancengleichheit, Gleichberechtigung und ein Recht auf Bildung zu haben heißt. Anschließend überlegte jeder und jede für sich, was an der eigenen Schule gefällt und was geändert werden sollte. Aber auch, ob die Jugendlichen die gleichen Chancen in ihrer Klasse haben, wurde von ihnen eingeschätzt und darüber nachgedacht, warum sie eigentlich zur Schule gehen.

Da wir dieses Jahr auch über Pfingsten nach Blomberg zelten fahren, überlegten wir uns in zwei Gruppen ein Nachmittagsprogramm für die Kinder sowohl für trockenes als auch für nasses Wetter und die Jugendlichen gaben sich somit ihre erste Junghelferaufgabe.

Danach bastelten wir mit Mosaiksteinen und flochten Kumihimo-Armbänder, damit die Jugendliche im Zeltlager eine Auswahl an Neigungsgruppen für die Kinder anbieten können.

Da das Zeltlager immer näher rückt, sahen wir uns die Rechte und Pflichten von Helfern und Helferinnen etwas ausführlicher an Hand von Fallbeispielen an. Darüber hinaus nahmen wir uns die Zeit über unsere eigenen Ziele, Träume und Wünsche nachzudenken.

Schön zu sehen war gerade bei unserem gemeinsamen Kegelerlebnis, wie wir jedes Mal ein wenig mehr zusammenwachsen und miteinander vertrauter werden. Jetzt bleibt nur noch zu sagen, schön war‘s und bis zum nächsten Mal.

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Was bisher geschah:

Ab geht’s nach Velbert…

…das dachten sich auch unsere Junghelfer am 11.11.11 als es auf dem Weg in die Jugendherberge nach Velbert ging. Es wartete ein Wochenende Junghelferschulung auf sie.

Dieses Mal bestand unsere Gruppe aus Jungen und drei HelferInnen. Nachdem alle ihre Zimmer eingerichtet hatten, begannen wir mit einer spannenden Dokumentation über Wasserverschwendung. Während des ganzen Wochenendes durften die Junghelfer ihre Ideen und Wünsche für die zukunftigen Schulungen auf einem Flipchart sammeln. Am nächsten Morgen ging es weiter mit dem Thema Wasser. Drei Gruppen bekamen jeweils einen Text aus dem „Fluter“ (ein Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung), der das Thema Wasser in verschiedenen Kontexten behandelt. Danach überlegten wir gemeinsam, wo wir schon Wasser sparen und wie wir noch mehr Wasser sparen können. Um nicht nur den Seminarraum von innen zu sehen, spielten wir wieder einmal viele Spiele die auch draußen stattfanden. Dabei hatten wir viel Spaß, vor allem Zimmerfußball kam bei den Jungs wie immer super an. Da das Zeltlager noch nicht sehr weit in der Vergangenheit lag, bot es sich an mit den Junghelfern eine Reflexion über ihre Erwartungen und Erfahrungen zu starten. Dieses Jahr nahmen sie das erste Mal offiziell nicht als Teilnehmer sondern als Junghelfer mit besonderen Aufgaben am Lager teil.

Das Kreativangebot an diesem Wochenende bestand zur Freude der beiden Mädchen darin, ein Falken-Plüsch-Kissen zu nähen. Dabei hatten bei genauerer Betrachtung aber auch der Großteil der Jungs ihren Spaß, vor allem als dann endlich das fertige Produkt zu Vorschein kam. Die Annahme liegt nahe, dass es wohl im nächsten Jahr eine Neigungsgruppe „Falkenkissen nähen“ im Zeltlager geben wird. Selbstverständlich kam auch dieses Mal das Thema Falken im Allgemeinen nicht zu kurz. Um sich über die Falken und ihre Prinzipien schlau zu machen, verwendeten die Junghelfer die falkeneigenen Magazine „Freundschaft“ (für Kinder) und „AJ“ (für Jugendliche). Die Ergebnisse trugen wir dann gemeinsam in der Gruppe zusammen. Zu guter Letzt befassten wir uns am Sonntag mit den Kinderrechten und versuchten diese für uns in einer verständlichen Sprache auszudrücken. Wir stellten fest, dass es selbst in Deutschland noch Probleme mit der Auslegung und Einhaltung der Kinderrechte gibt. Im Januar (06.-08.01.12) geht’s auch schon weiter mit der Schulungsreihe und es wird sicher wieder lustig.

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Mit den JunghelferInnen an die Südsee…

…naja, nicht ganz, aber vom 6. bis 8. Januar machten wir uns auf nach

Xanten, in eine Jugendherberge direkt an der Xantener Südsee gelegen. Hier

begaben wir uns in eine JunghelferInnen-Schulung mit „Meerblick“. Die schöne

Unterkunft machte uns das Lernen und Spielen wirklich leicht.

Als sanften Einstieg erstellten wir zunächst Steckbriefe von uns, die wir in

einigen Jahren nochmal ansehen können. Es ist schwieriger als man denkt,

sich zu überlegen, wo man sich in 10 Jahren sieht oder was man richtig gut

kann. Die nächste Einheit drehte sich rund um das Thema Nationalsozialismus.

Obwohl das Stationenlernen an Schule erinnert, schlugen sich die Junghelfer

tapfer. Sie bekamen unter Anderem einen Eindruck davon, wie sich Juden zur

Zeit des Nationalsozialismus gefühlt haben müssen und wie sich die Falken zu

dieser Zeit dem Regime widersetzten.

Ausgleichend hierzu durften sich die TeilnehmerInnen dann am Samstag

Nachmittag beim Bemalen von Kissenbezügen kreativ austoben. Manche hatten

zwar ihre Anfangsschwierigkeiten bei der Motivwahl, aber jede/r stand

jeder/m beratend zur Seite und zum Schluss waren alle Kissen wunderschön

bunt bemalt.

Abends durften sich die JunghelferInnen dann wieder entspannen, als Anknüpfung an

das Stationenlernen, schauten wir gemeinsam den Film „Das Leben ist schön“

der das Thema Leben im Nationalsozialismus behandelt.

Als Highlight der Schulung wurde dann am Sonntag eine interaktive

Präsentation zu den Gefahren und Chancen von Facebook gehalten. Plötzlich

stieg die Anteilnahme an den Diskussionen ins Unermessliche und es machte

riesen Spaß, die Sicherheit der Facebookprofile der JunghelferInnen zu

checken. Dabei erlebten einige eine Überraschung.

Natürlich gab es wieder zahlreiche Spiele zwischendurch, die uns bestimmt im

nächsten Zeltlager wieder begegnen werden.

Ich freu mich schon total auf die nächste JunghelferInnen-Schulung vom 9.

bis zum 11. März, die zwar nicht an der Südsee stattfindet, aber auch eine

ungewöhnliche Unterkunft zu bieten hat 😉